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Shakespeares letzte Runde

 

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Vor diesem Hintergrund ist das Ergebnis umso beachtlicher, schließlich ist „Shakespeares letzte Runde“ ein Ensemblewerk. Bornhak hat viel mit mehreren Kameras gedreht und nutzt für den Film das „Split Screen“-Verfahren, so dass man die Darbietungen oft aus verschiedenen Perspektiven sieht. Gelegentlich übertreibt er das Spiel etwas, wenn der Bildschirm gleich fünf verschiedene Bilder zeigt, aber in den meisten Szenen sorgt die Methode für echten Erkenntnisgewinn; etwa, wenn der selbstverliebte Oberon sein Pfauenrad schlägt und Bornhak wie bei einem Tryptichon links im Bild den Produzenten, rechts die ihm gegenüber am anderen Kopfende sitzende gelangweilte Titania und in der Mitte die mit großen Augen und Ohren lauschenden Speichellecker zeigt.

Natürlich macht die ganze Sache viel mehr Spaß, wenn man die Figuren und die Shakespeare-Stücke kennt (unbedingt zu erwähnen sind noch Wilfried Hochholdinger als Minister Macbeth, der immer wieder von Horrorvisionen gepeinigt wird, und Anneke Kim Sarnau als Kolumnistin Beatrice, die hingebungsvoll ihr verbales Gift verspritzt). Laut Bergmann wollten die Beteiligten aber ausdrücklich kein großes Shakespeare-Rätsel inszenieren. Er sieht den Film als „interessanten, lustigen, etwas schrillen und zuweilen auch nachdenklichen Kommentar auf die heutige Hipster-Gesellschaft, der eine Persiflage auf die Berliner Möchtegern-Boheme liefern soll.“ Zuschauer, denen Shakespeares Dichtung nur entfernt geläufig ist, werden sich immerhin an den namhaften Darstellern und den ausgesuchten Dialogen erfreuen, die eine gekonnte Mischung aus Shakespeare-Versen und heutigen Kreationen sind. Trotzdem ist der Reiz eindeutig größer, wenn man seine Kenntnisse vorher ein bisschen auffrischt.

Ähnlich beeindruckend wie die ausgezeichnete Kameraarbeit (Clemens Baumeister) ist auch die Musik (Steffen Kahles), die über weite Strecken allein aus Perkussion besteht, in den dramaturgisch wichtigen Momenten wie etwa der Ankunft der wichtigen Gäste aber auch große Wucht entfaltet. Insgesamt also ein überaus reizvolles Experiment, das schon allein wegen der illustren Besetzung sehenswert ist."

Tilmann P. Gangloff, Frankfurter Rundschau

 

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Mit Iris Berben, Reiner Schöne, Natalia Belitski und Ruby O. Fee ist der Film so historisch wie Newcomer-bewusst, in jedem Fall aber erlesen besetzt – bei „Shakespeare“ lässt ein wahrer Vollblutschauspieler natürlich sofort jedes andere Projekt stehen und liegen. Und er ist ein ziemlich aufwändiger Insider-Witz für Anglisten und (Regie-)Theatergänger.

Der jede Frage nach der Werktreue, etwa der Verlegung einer Handlung in die Gegenwart, genüsslich ad absurdum führt. Mit Split Screen und Wackelkamera. Oder werden hier gerade die Adaptionen vorgeführt, die sich mit Shakespeare-Federn schmücken – TV-Serien wie „House of Cards“ und „Sons of Anarchy“, die angeblich von Macbeth und Hamlet handeln sollen?

Nun, in dieser Sause, die nach Theatermaßstäben eine Farce ist, ist Hamlet (Max Hegewald) ein schluffiger Hipster-Nerd, der sich vom Kellner sagen lassen muss, dass er seine Wollmütze abnehmen soll und der, wenn er was Hartes trinken will, Amaretto bestellt. Macbeth (Wilfried Hochholdinger) ist zwar als Verteidigungsminister in Berlin angekommen, hat aber offenbar Komplexe, weil er seine Politikerkarriere in Bergisch-Gladbach startete.

Romeos (Burak Yigit) und Julias große Liebesgeschichte ist auch nicht mehr, was sie mal war. Auf dem iPhone zeigt Julia, woran sie ihr Herz verloren hat: „Ein Landhaus. In der Uckermark. Wir könnten ’ne Scheune als Proberaum haben. Uns ’n Atelier einrichten. Und ’n Studio. Ich will mit dir da leben. Nur wir beide.“ Romeo: „Julia. In der Uckermark? Alle Spießer! Über 30 alle! Voll mit Nazis! Was soll man da?“

Was soll man da drüber nachdenken, was das noch mit Shakespeare zu tun hat? Soll man nicht."

Jens Müller, tageszeitung

 

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Die Versuchsanordnung (...) ist ein intimes (Fernseh-)Kammerspiel, cineastisch aufgepimpt durch eine rabiate Cinemascope-Kamera und Splitscreen-Verfahren. Dramaturgisch durchkomponiert als unverschämtes Surrogat aus acht Werken William Shakespeares, erlebt dessen Werk damit eine atemberaubende Frischzellenkur. Mitunter nur für Shakespeare-Aficinoados zu entschlüsseln, gelingt dem wahnwitzig aufspielenden Ensemble (u.a. mit Iris Berben und Alexander Scheel) eine intellektuelle Druckbetankung (nicht nur) im Versmaß, die mitreißende, wenn auch fordernde Unterhaltung bietet. Sehenswert!"

Jörg Gerle auf Filmdienst

 

"Ein Ereignis!

Wie ein ewiger Berliner Sommerabend im Theater, ewige Trance der Volksbühne und schauspielerischer Wahnsinn der Schaubühne, durchmischt durch authentischen Künstler-Bohémien- Momente und Dialoge, Sehen ums Gesehen Werden, Existenz durch die negierte Hassliebe zum Anderen, Drogen, Alk, Sex, Wut, Sehnsucht, Hass, die Essenz Shakespeares endlich glaubhaft ins Jetzt gebracht, wie ein letzter real-surrealer Verzweiflungsakt aller Verlorenen einer abgekapselten, abhängigen, in Dauerschleife immer wiederkehrenden und sterbenden Schicht.
Ein fast unerträglicher, vom Ekel des Wiedererkennens triefender, zu tiefer Blick ins glänzend Dunkle. Und das verzweifelte daran Klammern als einzig bekannter Weg, blind verloren, ohne erlösende Erkenntnis, ohne Ausweg.

Und das im TV.

Danke!"

JAmi Kala auf Facebook

 

Und: B.Z. erklärt den verworrensten Shakespeare-Film des Jahres

 

 

The Sigmund Freud Files - Audio Plays

 

"This clearly isn’t going to be a series for everyone with challenging mature content and a controversial central figure, but if the concept interests you then you should definitely check out The Sigmund Freud Files."

AndyJWS bei Outpostskaro

 

"Between extremely tight writing, the suggestions of a long term over-arching plot, great performances all around and an excellent use of Freud’s best skills, this is a must buy. If you have even the slightest hint of interest in the synopsis, you’re sure to get a thrill out of this one. If this is anything to go by, The Sigmund Freud Files have a bright future ahead of them."

Callum Shephard bei Starburstmagazine

 

"Writer Heiko Martens clearly understands Freud’s methods and it is fascinating to see them applied to the art of criminal deduction; we are granted insight into Freud’s thought processes, with his Super-Ego and Id framing each episode and debating the patient’s issues as well as challenging the Professor’s own mental state."

Ian McArdell bei Cultbox

 

 

Prof. Sigmund Freud - Kriminalhörspiele

 

"Eine Serie, die es lohnt, im Auge zu behalten."

Detlev Kurtz bei Hoernews

 

"Ein hochqualitatives Hörspiel mit Seltenheitscharakter."

Alex Sölch auf Hoertipps

 

"Ein interessantes Hörspiel, das einen gelungenen Spagat zwischen Krimi und Psychologieunterricht wagt, atmosphärisch toll gediegen ist und von seinen guten Sprechern lebt."

Martin Bothmann auf allover-ffm-rock

 

"Unterhaltung auf höchstem Niveau."

Jens Sparschuh im Tagesspiegel

 

"Gute, intelligente Krimiunterhaltung abseits des Mainstreams."

Oliver Fleischer auf Slam Multimedia

 

"Nach und nach werden die Superlative knapp, mit denen die "Prof. Sigmund Freud"-Reihe noch bezeichnet werden kann."

Andreas Suchanek, Media Mania

 

Lars Lemming

"Meine Sympathie gehört den Figuren dieser Geschichte. Und der wüste Genre-Mix, der sich wie die Lagen einer Zwiebel entblättert, als die Geschichte voranschreitet, unterhält bestens und wirft dabei mit lockerer Hand relevante Fragen auf, nie aus den Augen verlierend, mit welchem Gedanken das alles begonnen hat: Dass es schon mal angebracht ist, Dinge zu hinterfragen und nicht einfach blind in den Abgrund zu rennen, und dass es sich durchaus lohnt, gegen alle Widerstände anzukämpfen, die einem suggerieren wollen, sei still, lauf und spring!"

Aus der Jury-Begründung, Laudatio von Oliver Huzly zum Deutschen Animationsdrehbuchpreis auf dem Trickfilmfestival in Stuttgart, 05.05.10, nachzulesen z.B. bei filmecho .

 

Narrenspiel

 

"(...)Zur Entfaltung der Steinbichlerschen Atmosphäre fehlte es dem Stoff am Ende schlicht an Ecken und Kanten.
Daran allerdings herrscht in Narrenspiel, dem Debüt von HFF »Konrad Wolf«-Student Markus F. Adrian, kein Mangel. Hier entwickelt sich eine kleine Geschichte um drei Figuren kontinuierlich zu einem ausgewachsenen Psychothriller, der es trotz seiner limitierten Produktionsmittel äußerst geschickt versteht, die genrespezifischen Mittel gewinnbringend zu nutzen. Der Film erzählt von einem jungen Pärchen, das in seinem Wohnmobil einen Anhalter mitnimmt – doch der Mann ist nicht alleine, er hat Zacharias dabei, eine Handpuppe, mit der ihn offenbar mehr verbindet als nur das Puppentheaterprogramm, das er wo immer erwünscht zur Aufführung bringt. Narrenspiel, dessen Drehbuchautor Heiko Martens in München mit dem Förderpreis ausgezeichnet wurde, ist ein kleines, schmutziges Kammerspiel, überzeugend gespielt, spannend inszeniert und dadurch weitaus wirkungsvoller als so manch anderer Kinofilm etablierterer Filmemacher.(...)"

Oliver Baumgarten in "Narren, Muttis und viel Sonne", unter www.schnitt.de, link .


"Eine Geschichte mit überraschenden Wendungen, ein Drehbuch, das die permanente unheilvolle Stimmung fast physisch erlebbar werden lässt, ein interessantes Konstrukt, das überzeugt."

Aus der Jury-Begründung zum Förderpreis Deutscher Film, Filmfest München, 2008; Preis für das beste Drehbuch, Meldung von regie.de nachzulesen hier.

 

"Am Anfang denkt man: Naja, die bekannte Beziehungskisten-Roadmovieklamotte, aber dann taucht der Puppenspier-Anhalter auf, da ahnt man schon, da brodelt etwas; seine Puppe vermittelt ein intellektuell-steril-kaltes Durchblicksmoment; dem können sich auch die Reisenden nicht entziehen.
Es kommt wie es kommen muß: Die unterschwellig vermittelte, unbefriedigte (erotische) weibliche Sehnsucht bricht sich Bahn in einem zarten, irritierenden Zwischenspiel auf einem Parkplatz. Schon jetzt verführt der Handlungsstrang des Films zu beziehungsbrechenden Vorstellungen, allerdings in eine Richtung, die später brutal umgekehrt wird. Nicht die Frau-Neu-Mann-Beziehung wird zum Thema, sondern die frühpubertäre Freundschaft der männlichen Protagonisten, die sich, wie sukzessive deutlich wird, kennen. Ein Erlebnis in dieser Vorzeit hat dem Puppenspieler ein unverabeitetes Trauma beschert und ihn in die Schizophrenie getrieben. Deshalb die Puppe als das zweite Ich, deshalb Verwirrungen und Irrungen, obwohl man im Film nicht genau erfährt, was genau geschehen ist damals zwischen Jauchegraben und Elternhaus.
Jedenfalls endet die anfangs so harmlos begonnene Wohnmobil-Reise in einem "spießbewehrten " Horrorszenario."

 

Joachim Jacobskötter auf www.zelluloid.de, link .

 

 

Berliner Reigen

 

"(...) Durchkalkulierten kantenlosen Fernsehproduktionen und reinen Kommerzfilmen auf der einen Seite stehen verstiegene, sich philosophisch gebende Produktionen auf der anderen gegenüber. Erfolgreich einen Mittelweg beschreiten nur Götz Spielmann mit "Revanche" und Dieter Berner mit "Berliner Reigen".(...) Eine Entdeckung war "Berliner Reigen", bei dem Dieter Berner zusammen mit seinen Schauspielschülern der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg Schnitzlers Drama ins Berlin der Gegenwart verlegte. - Nah an den natürlich und frisch gespielten Figuren, federleicht und luftig inszeniert, fast improvisiert wirkend ist dieses Rondo von zehn kurzen Episoden um Beziehungen, um Machtverhältnisse und Verführung, die jeweils durch einen Protagonisten miteinander verknüpft sind und deren Kreis sich am Ende schließt.(...)"

Walter Gasperi in "Die Schere klafft auseinander" anlässlich der Diagonale 08, nachzulesen hier

 

"(...) Manchmal überraschen seltsame Low-Budget-Produktionsblüten: Regisseur Dieter Berner etwa präsentierte mit einem Berliner Reigen eine Schnitzler-Adaption mit deutschen Schauspielstudenten. Budget: 40.000 Euro. Das Prinzip Selbstausbeutung zeitigt verblüffende, durchaus deprimierende Resultate: Viele Unterschiede zu ungleich höher dotierten Projekten sind nämlich für das breite Publikum kaum auszumachen.(...)"

Der Standard aus Österreich mit " 'Jetzt' kann wohl warten"(cp) vom 03.04.08, online zu finden unter link


"(...)Dans cette adaptation de la pièce Reigen (La Ronde) d’Arthur Schnitzler, Dieter Berner et le scénariste Heiko Martens reprennent sensiblement le même stratagème en utilisant cette fois-ci les pulsions physiques et émotionnelles de leurs protagonistes comme fil conducteur. (…)

Ainsi, alors que Martens réussira à nous faire saisir l’essence de certains de ses sujets en un temps record, d’autres ne feront que remplir un rôle purement accessoire dont le but premier sera de soutenir la dynamique de l’effort. Une irrégularité qui portera parfois à confusion, même si la courte présence à l’écran de certains protagonistes appuiera en soi directement les observations rapportées par les deux cinéastes.(…)

Berner positionne ainsi parfaitement ses élans entre le caractère théâtral du scénario d’Heiko Martens et le traitement moins hermétique qu’exigeait une telle prémisse sur pellicule. Le tout est superbement complété par l’apport des comédiens qui auront tous su tirer le maximum de leur temps à l’écran pour donner à leur personnage respectif tout le relief nécessaire pour le rendre crédible, mais surtout humain, pour le meilleur et pour le pire. (…)

Berner et Martens portent ainsi un regard vif et sensé sur la façon dont les hommes et les femmes se mêlent désormais les uns aux autres, se prêtant au jeu d’autrui sans nécessairement questionner la nature de leurs intentions. Preuve que la résonnance d’une oeuvre peut changer d’une époque à une autre sans que le fond n’ait été complètement modifié."

Jean-Francois Vandeuren in http://www.panorama-cinema.com/html/critiques/berlinerreigen.htm

 

"This collection of short linked vignettes features young Berliners as they manoeuvre themselves in and out of each other’s pants. It uses a Slackers-type structure, with characters hanging around for a couple of scenes and then disappearing. Covering the spectrum of relational dynamics from hook-ups to marital malaise, it presents a very focused and consistently engaging spectacle featuring people and situations surrounding the sex act that are instantly recognizable. For a film that never spends more than 10 minutes establishing any one character, it’s remarkably effective."

Jason Bogdanoris in Montreal in http://www.montrealmirror.com/2007/101107/film2.html

 

Schnitzeljagd

 

"(...)Das Resultat zeigt, dass es doch zu schaffen ist, in Jugendlichen das Interesse an Politik zu wecken. Auch wenn dadurch nicht jeder Politiker wird, haben die Schüler einen Einblick bekommen und können dies oder jenes besser nachvollziehen. Außerdem können sie das Vorurteil, Jugendliche wollen gar nichts über Politik und Gesellschaft und deren Funktion im täglichen Leben erfahren, etwas entkräften.(...)"

Nadine Arndt in "Sächsische Zeitung", 06.09.2007

 

 

Die Schwarze Kolonne

 

„(...) Doch im sorgfältig zusammengestellten 36. Programm der Potsdamer Sehsüchte gab es auch wieder jede Menge Schräges und Spaßiges. „Die Schwarze Kolonne“ von Babelsberg-Absolvent Andreas Schaap beispielsweise ist eine amüsante Parodie auf die marktschreierischen, aber meist nichtssagenden „Making-of“ zu großen Kinofilmen: Die schwarze Kolonne von Babelsberg-Absolvent Andreas Schaap wirbt quasi für eine gar nicht existierende Comicverfilmung und zieht die ganzen Marketingsprüche und –Clips kräftig durch den Kakao, lässt z.B. seinen tumben Superhelden im bunten Männerslip durch die Szenerie tapsen. Überhaupt verblüffte ein ums andere Mal das hohe Maß an Präzision und Stilsicherheit, mit der die heutigen Nachwuchsfilmer weltweit ihre „kleinen“ Geschichten in wirkungsvolle Bilder auflösen.“

Max-Peter Heyne, Jagdszenen aus der Uckermark, Märkische Oder-Zeitung vom 30.04.2007

 

"Und „Die schwarze Kolonne“… nun dieser Film spaltet wohl die Gemüter. Als ‚Mediensatire’ persifliert „Die schwarze Kolonne“ einmalig die heute so verbreiteten ‚Making-Of’-Streifen, in denen Film, Schauspieler, Dreh und Handlung auf reißerische Art und bis ins kleinste Detail unter die Lupe genommen und über den grünen Klee gelobt werden. Ich habe selten so viel gelacht, aber bei vielen kam dieser Beitrag überhaupt nicht an. So lässt sich über Kunst eben streiten."

Review zum Filmfest Eberswalde, zu finden unter link

 

"Die Handwerker kommen

Sehsüchte-Sensation: HFF-Studenten präsentieren ihren ersten Blockbuster

(…) Schließlich gab es Überraschungen. "Die schwarze Kolonne" zum Beispiel: Der Streifen vom Babelsberger HFF-Studenten Andreas Schaap roch nach nassem Metall, nach Pixeln aus der Sprühdose und nach hohlen Schauspielerphrasen. Schmusibär Tim Sander (Gute Zeiten, schlechte Zeiten) pustete einem in dieser Parodie auf Actionfilmtrailer und Making-Offs derart rasant den Kopf frei, dass man die 17 Minuten vor lauter Unterhaltung gar nicht spürte. Eine fast geruchsneutrale Produktion, da blieb nichts haften, da hatte man schon im Abspann vergessen, worum es eigentlich ging. Perfektes Handwerk bescheinigte prompt Filmkritikerin Jeanette Eggert vom Cineastischen Quintett. Damit habe sich das Team für Pro-Sieben qualifiziert. Auch HFF-Fernsehwissenschaftler Lothar Mikos war hellbegeistert. Er wünschte sich noch mehr von diesen Trailern und Making-Offs. "Da kann man viele Originalfilme einsparen." Überhaupt hofft der Kritiker mit Faible für Schwarzenegger, dass die Studenten endlich davon abkommen, Ideen zu bebildern. Sie sollten besser aus großartigen Bildern eine Geschichte entwickeln.

Fernsehkritikerin Klaudia Wick unterteilte schließlich die jungen Filmemacher sogar in drei Gruppen: Die Nachahmer großer Vorbilder (geht meist schief), die Handwerker (widmen sich mit Leidenschaft einem Genre) und die Sucher (Geschichten junger Leute, die ihren Platz noch nicht gefunden haben).

(…)"

Robert Rudolf in MAZ Online, zu finden unter  go to .